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Mehr über das Wandervogelheim in der Gehrdener Steinkuhle

Bau des Gehrdener Heims

(von Uwe Imgart, nach Aufzeichnungen von Dieter Prellberg)

1962
Abbruch des Gärtnerhauses im Gutspark der Franzburg. Transport des Fachwerks in die Steinkuhle und Wiederaufbau des Fachwerkhauses („Sachsenhaus“) als Heim durch Wandervögel. Rohbau des Oktogons bis 1,50m Höhe. Danach Baustop, da sich die Gruppe auflöst.

1966
Der Wandervogel tritt an die Deutsche Freischar mit der Bitte heran, die Fortsetzung des Baus zu übernehmen. Es fehlen 23.000 € (45.000 DM). Durch das Engagement von Klaus Rauschert kommt es zu einem Zuschuß von 10.000 € (20.000 DM) aus kommunalen Mitteln. Dadurch wird die Fertigstellung des Heims möglich.

1967
Ortsansässige Firmen werden mit der Fertigstellung des Daches beauftragt. Die Stadtjugendpflege sagt die Stiftung von Bänken zu, der Stadtdirektor sagt die erforderliche Wasseruhr zu, die Firma Metje stellt Werkzeug zur Verfügung und die Brennerei Garben schafft mit einem Unimog das Material über die verschlammten Wege zum Heim.

20.3. - 2.4.1967
Baulager: Betonieren der Fundamente für Kamin, Drainagearbeiten, Ausheben der Grube für die Toilette, Schalungsarbeiten des Daches. Das Kuratorium wird gegründet. Mitglieder: Klaus Rauschert, Dieter Prellberg, Herr Rieso, Herr Roll, Hans-Gerd Heybey, Arne Schmidt-Eisenlohr, Dietmar Heybey.

April 1967
Aufruf an die Gehrdener Jugend: „100 Mann und eine Wasserleitung“. 350m Wasserleitung werden von der Zieglei zum Heim verlegt

Die Zeit der Vermietungen

1972
Mitgliederschwund im Ortsring Gehrden. Beginn der Vermietungen des Heims an Wochenenden um den finanziellen Bedarf zu decken. Dadurch Einschränkungen des Gruppenlebens an Wochenenden, zunehmender Verschleiß an Haus und Mobiliar, Verlust der Gestaltungsmöglichkeiten im Oktogon.

1982
Das Heimkuratorium unter Mitarbeit von K. Rauschert, M. Imgart, W. Kulke, W. Bechthold, H. Knölke, H. Imgart und U. Friedrich sucht nach einem Weg für eine tragfähige Finanzierung.

1983
Gründung des "Vereins zur Förderung Bündischer Jugend" zur Übernahme der Unterhaltskosten. Ende der Vermietungen. 

Der Ausbau des Heims seit 1983

1987
Endlich: Durch die Unterstützung des Fördervereins gelingt es, den ewig qualmenden Rauchabzug zu erneuern. Die unverwechselbare Optik des Oktogons bleibt erhalten. Beiträge und großzügige Spenden lassen erstmals bauliche Verbesserungen zu.

1989
Nach Brandstiftung mit Verlust des Klohäuschens ("Klein Gehrden") gelingt es durch Spenden und unentgeltliche Hilfe einen gemauerten Neubaus zu erstellen, ohne dass der Ortsring finanziell belastet wird.

1998
Nach erneuten mutwilligen Zerstörungen durch Unbekannte im Vorjahr wird die Dachsanierung erforderlich und kann im Laufe des Jahres begonnen werden. Auch diesmal werden die Mitglieder des Ortsrings durch Gehrdener Handwerker, den Jugendausschuß der Stadt Gehrden und durch den Verein zur Förderung Bündischer Jungend e.V. unterstützt.

2001
Das Heim hat eine Adresse bekommen! Der "Dr.-Wolfgang-Heybey-Weg" erinnert an Hey, der die erste Wandervogelgruppe in Gehrden gründete und uns bis zu seinem Tod 1999 unterstütze und inspirierte.

2006
Nach schweren Schäden durch sinnlosen Vandalismus wird das Dach grundlegen repariert. Die Kosten wurden durch eine Spende der Gehrdener Firma Kandelhardt, dem Ortsring Gehrden und dem Förderverein aufgebracht.




Zuletzt aktualisiert am 21.10.2009